Sonntag, 20. Mai 2012

So. 20.05. - An der Lore nach Montjean- sur Loire

Wie man auf diesem netten Bild sieht


hat es ab 12:00  Uhr zunächst etwas, dann mehr geregnet. Na toll, meine Regenkleidung war ja auch wieder trocken. Nachdem ich Nantes verlassen habe verlief meine Route entlang der Loire. Wunderschön, toll zu fahren, klasse Raadwege und ich könnte mir vorstellen, dass das bei sonnigem Wetter noch mehr Spaß macht. Ich radelte durch kleine nette Dörfer und Flußauen. Viel zu erzählen habe ich heute nicht, ab und zu bin ich anderen Radlern begegnet, die sich genau so wie ich durch das schlechte Wetter gekämpft habe. Die französischen Bäckereien sind der Hammer und ich habe mich unterwegs mit leckerem Proviant versorgt. Letztlich habe ich nach gut 70 km Feierabend gemacht und bin jetzt in einem wirklich bezaubernden "Chambres d´hotes" (einer französischen Pension) in "Montjean-sur Loire" untergekommen. Meine deutsche Gastgeberin ist mit einem Franzosen verheiratet und ist nach  vielen Jahren in Paris der Großstadt entflohen um hier die nette Pension zu betreiben. Auf jeden Fall fehlt es mir an nichts.

"Mein Hotel in Nantes :)"

"An der Loire"
In meiner Unterkunft ist dann nach mir noch eine Ehepaar aus Australien abgestiegen. Sehr nette Menschen, die ebenfalls mit ihren Rädern durch Frankreich touren.
Ab morgen soll sich das Wetter bessern, die Wetterprognose sieht keinen Regen vor und es soll wärmer werden.

Das wäre ja schön.

Samstag, 19. Mai 2012

Sa. 19.05. - Regentag - Etappe bis Nantes

Cycling in the Rain


könnte das Motto des heutigen Tages lauten. Zunächst einmal habe ich zeitig mein Hotel verlassen und schon wartete die erste Herausforderung auf mich. Die Überquerung der Hängebrücke in "Saint Nazaire". 1975 fertiggestellt ist sie eine der längsten Brücken Frankreichs. Für die Konstruktion benötigte man 17.000 Tonnen Stahl und 80.000 Kubikmeter Beton. Es war gar nicht so ohne, sich die Steigung hinauf zu quälen. Glücklicherweise wehte kaum Wind. Die Fahrbahn ist nicht sehr breit, für einen Radfahrer bleibt nur wenig Bewegungsraum. Dennoch hat auch das geklappt.




Exakt oben auf der Brücke gab es allerdings doch noch eine Überraschung, Regen und um es vorweg zu nehmen es hörte bis abends nicht mehr auf. Also habe ich mich bei Gelegenheit umgezogen und wasserfest gemacht.

Nach der Überquerung der Brücke über die Mündung der Loire zum Seebad Saint-Brévin-les-Pins folgt man der Loire flussaufwärts. Man kommt hierbei durch Sumpfgebiete und friedliche Dörfer. Trotz des lästigen Regens und der kühlen Temperaturen habe ich die heutige Tour genossen.
"..... an der Lore"

"..... in der Natur"
In "le Pellerin", ca. 20 km vor "Nantes" galt es dann die Loire mittels Autofähre zu überqueren.
Nach gut 75 km habe ich dann meine Regenfahrt in "Nantes" beendet, mir eine Unterkunft gesucht und mich erst einmal trocken gelegt. Danach gab es dann noch ein leckeres Menu in einem schönen Restaurant und jetzt wo ich hier schreibe hat sich der Himmel zunächst einmal ausgeweint. Leider sieht die Wetterprognose für morgen ähnliches vor wie heute. Mal schauen was kommt :)

Freitag, 18. Mai 2012

Fr. 18.05.2012 - Ortswechsel Atlantikküste

Ortswechsel erfolgt.


Wie geplant bin ich morgens früh zum Bahnhof Montparnasse geradelt. Mein Zug ging um 08:45 Uhr. Es blieb sogar noch Zeit für ein Pläuschchen mit einer Gruppe Franzosen, die auch zu einer Radreise aufbrachen. Mein Zug ging pünktlich. Das Zugpersonal war sehr zuvorkommend und da der Zug bereits am Bahnsteig bereitstand, hatte ich genug Zeit mein Rad einzuladen. Das dauert dann ja doch einige Zeit, mit den vielen Taschen. Es war eine kurzweilige Zugreise,  je ein Halt in Angers und Nantes und gegen 12:00 Uhr erreichte ich "Saint Nazaire". Das Wetter war ok, bewölkt jedoch kein Regen. Allerdings schlug mir ein heftiger Wind entgegen. Man merkt sofort, dass der Atlantik nicht weit entfernt ist.
Nach kurzer Fahrt habe ich mein Hotel erreicht, ich bin im "Hotel Europe" gelandet, dass wie sich schnell herausgestellt hat, sehr empfehlenswert ist. Ein kleines Privat geführtes Hotel mit sehr schönen Zimmern.
"Radweg Saint Nazaire - Atlantikküste"
Ich habe mich dann aber nicht lange im Zimmer aufgehalten und den Nachmittag für eine Ausfahrt genutzt. Natürlich zog es mich zum Atlantik, von meiner Unterkunft einen Katzensprung entfernt.
Spontan hatte ich mir überlegt gen Westen nach "La Boule Escoublac" zu radeln. Immer entlang des Meeres, ca. 20 km entfernt. "La Baule-Escoublac" ist vom Tourismus geprägt und bekannt für seine schönen Strände. In der Bucht von La Baule liegt mit einer Länge von zwölf Kilometern einer der längsten Badestrände Europas.
"verträumte Buchten, leider kein Badewetter"


Ich bin dann in "La Boule" die Strandpromenade auf und ab geradelt. Auch um diese Jahreszeit wimmelt es nur so von Urlaubern. Ein reges Treiben herrschte am Strand und bereits viele Skysurfer ware im Wasser. Nach einer kleinen Stärkung ging es zurück nach "Saint Nazaire", diesmal mit Rückenwind.
In "Saint Nazaire" bin ich dann noch zum Hafen geradelt und habe mir die U-Boot Bunker aus dem 2. Weltkrieg angesehen. Übrigens hat "Saint Nazaire" eine bedeutende Werft. Hier wurde unter anderem die "Queen Mary 2" gebaut. Es gibt viel zu sehen jedoch nach immerhin 50 geradelten Kilometern bin ich zurück zur Unterkunft.
"Großer Pott aus Südamerika"

"The Base - U-Boot Bunker Saint Nazaire"

"von innen"
Es ist immer wieder erstaunlich wieviel man in  so kurzer Zeit auf einer Radreise erlebt und sieht. Das macht für mich den Reiz dieser Art zu reisen aus.

Morgen ist dann der Start entlang der Loire Richtung Nantes.
Und ich bin mir sicher, auch das wird wieder ein erlebnisreicher Tag.

Fortsetzung folgt .....

Donnerstag, 17. Mai 2012

Do. 17.05. - Paris per Velo - Teil 2

"Jardin de Luxembourg"

Wie geplant,

bin ich heute dem "Innenring", der die vier Pariser Stadtteile am rechten Seineufer bedient, gefolgt. Wieder nur leicht bewölkt und angenehme Temperaturen luden dazu ein. Also habe ich mich nach dem Morgenkaffee und leckeren Croissants auf mein Rad geschwungen und zunächst im Park des "Jardin de Luxembourg" einen Zwischenstopp eingelegt und die herrliche Stimmung dort genossen. Überhaupt hat Paris sehr viele wunderschöne Parkanlagen und Grünflächen. Hier am Palais war schon einiges los. Weiter ging´s zu meinem gestrigen Ausgangspunkt, "Île de la Cité". Einer anderen Richtung als gestern folgend führte mich meine Route zum "Hôtel de Ville", dem mächtigen Rathaus von Paris, weiter zum "Louvre",
"Der kleine Triumphbogen am Louvre"
dem "Palais Royal", "Madeleine / Opera", "les Halles" hier befindet sich das teils unterirdische Einkaufszentrum von Paris, "Centre Pompidou" mit dem "Strawinski Brunnen"und dem "Place de la Bastille" in deren Mitte sich die "Julisäule" befindet. Am Nachmittag erreichte ich den Ausgangspunkt meiner kleinen Tour. Wieder gab es viel zu sehen und zu entdecken. Insgesamt bin ich jetzt durch viele der Pariser Stadtteile geradelt und jeder für sich hat seinen eigenen Charme. Sobald man etwas von den Sehenswürdigkeiten mit den Mengen von Touristen entfernt ist erlebt man das eigentliche, authentischere Paris. Mir haben meine Exkursionen in dieser bezaubernden Stadt außerordentlich gut gefallen. Die Menschen sind freundlich und zuvorkommend, was will man mehr.

"Strawinski Brunnen - Centre Pompidou"
"..... soll Glück bringen"
Vor diesen Blog kommt noch lange kein Schloss. Wie bereits geschrieben geht es morgen für mich mit dem Ortswechsel an die Atlantikküste, nach "Saint Nazaire", dem eigentlichen Startpunkt meiner Radreise weiter.
Sobald ich wieder über Zeit und Internet verfüge werde ich hier weiter berichten.

..... bis bald.

Mittwoch, 16. Mai 2012

Mi. 16.05. - Paris per Velo

"Mit Fahrrad kein Zutritt"

Eine Rundtour mit dem Velo durch Paris.


Was für ein herrlicher Tag! Kein Vergleich zu gestern. Paris im Frühling, Sonne, nur leicht bewölkt und kein Tropfen Regen. Das schreit ja nur so nach einer Radtour durch Paris. Und wie man hier auf dem nebenstehenden Bild sieht, habe ich die wichtigsten Sehenswürdikeiten auch gefunden. Leider war noch geschlossen :).  Aber erstmal der Reihe nach. Nach einem kleinem Frühstück habe ich mir mein Rad geschnappt und bin zur "Ile de la Cité" in  die Mitte der Stadtinsel geradelt. Von dort aus habe ich mich auf einem großen Rundkurs in und um Paris bewegt. Den Track hatte ich mir zuvor auf mein GPS geladen.
Im Radreise- und Fernradlerforum (wo ich auch Mitglied bin) stand dieser zum Download zur Verfügung. Eine wirklich praktische Sache. Die Route ist sehr gut ausgearbeitet, radfahrerfreundlich (soweit man das für Paris sagen kann) und die Streckenführung hält sich meist an Radwege (sofern sie vorhanden sind). Alles in allem kann man aber sagen, es ist ein Vergnügen auf diesem Wege Paris zu erkunden, kein Vergleich zu den Angeboten mit den Doppeldeckerbussen. Und im Vergleich zum Fußgänger hat man einen viel größeren Aktionsradius zumal die Sehenswürdigkeiten teilweise doch recht weit auseinander liegen.

"Radweg in Paris, besser geht´s kaum"
Auf meiner Erkundungstour habe ich mich auf einer von 2 Routen bewegt, dem sogenannten "Außenring". Den "Innenring" werde ich mir dann morgen noch vornehmen.

Wie gesagt, was für ein Tag. Ich war auf dem Markt, auf dem Friedhof und der sündigen Meile. Die Sehenswürdigkeiten lagen wie die Perlen auf der Schnur und das waren meine Stationen:

 Île de la Cité, Notre Dame, Panthéon, Jardin des Plantes, Père Lachaise (dem größten der vier Pariser Friedhöfe mit Gräbern vieler weltberühmter Persönlichkeiten),
 Parc de Belleville, Buttes Chaumont, die Basilika Sacré Coeur, Moulin Rouge, Arc de Triomphe, Trocadéro/Eiffelturm, Invalidendom, Friedhof Montparnasse, Katakomben und letztlich Jardin de Luxembourg mit seinem Palais. Gut 50 km habe ich auf dieser Runde mit dem Rad zurückgelegt.
"Sacré Coeur"

"Wer kennt das nicht?"

".....und wer kennt den nicht :)"
Leider geht auch solch schöner Tag irgendwann zu Ende. Auf dem Weg zurück zum Hotel bin ich dann noch zum Bahnhof "Gare Montpanasse" geradelt und habe mir meine Fahrkarte für die Zugfahrt am Freitag nach "Saint Nazaire" besorgt. Und was soll ich sagen, ich habe eine super Verbindung ohne Umsteigen und der Fahrradstellplatz ist auch reserviert.

Fortsetzung folgt ........

Dienstag, 15. Mai 2012

Mo. 14.05. und Di. 15.05. - Anreise nach Paris

Um 20:10 ging mein Zug. Einmal umsteigen und ich war in Göttingen. Die Wartezeit bis zum Eintreffen habe ich dann noch mit einem kleinen Nachtmahl bei Burgerking überbrückt. Tatsächlich traf ich auf dem Bahnsteig auf ein Pärchen, welches auch mit bepackten Rädern an die französische Atlantikküste unterwegs ist. Die freundliche Zugbegleiterin teilte mir gleich mit, dass der Schlafwagen wegen technischer Mängel ausgefallen sei. Na somit hatte ich ein komplettes Liegewagenabteil für mich und konnte zwischen 6 Klappkojen wählen. So brauste der Zug über Saarbrücken und Metz nach Paris und ich hab mal versucht ein wenig zu schlafen. Leider  gab es noch eine Verspätung von ca. 1 Stunde. und gegen 11:00 Uhr morgens war ich am Ziel, am "Gare de lést". Rad ausladen, Gepäck anbringen .... Paris ich komme!
.

Paris hat mich mit Regen und kühlen Temparaturen empfangen, so dass ich auf meiner Radeltour durch die Stadt zum gebuchten Hotel richtig nass geworden bin. Macht ja auch Sinn, wenn die Regenkleidung in den Radtaschen verstaut ist. Somit bin ich dann auf direktem Wege zu meinem Hotel im Stadteil Montparnasse geradelt. Schon so manche Sehenswürdigkeit lag auf meiner Route, allerdings galt meine Konzentration mehr dem chaotischen Verkehr als den Schönheiten der Stadt.
Einmal über die Seine, einen Blick auf den Eiffelturm, der Tour Montparnasse und dann hatte ich mein Hotel erreicht. Das Fahrrad ist sicher in der Tiefgarage untergekommen und ich habe eine akzeptable Unterkunft, mal wieder in einem der "Ibis Hotels".


"Das berühmeteste Wahrzeichen Paris"

"Tour Montparnasse"




















Nun denn, so schnell wollte ich ja nicht aufgeben und dem Pariser Wetter noch eine 2. Chance geben. Außerdem hatte ich ja den Nachmittag Zeit, Paris ist teuer und man will ja etwas sehen für sein Geld :)
Also habe ich es einmal mit der Metro versucht. Einmal umsteigen und ich war am Eiffelturm.
Hier war erwartungsgemäß einiges los. Zur Zeit sind 2 der 3 Aufzüge außer Betrieb und für einen Aufstieg ist mit Wartezeiten bis zu 2 Stunden zu rechnen. Nö, das muss ich nicht haben, reicht ja auch wenn ich ihn von unten gesehen habe.

Ich bin noch ein wenig spazieren gegangen, habe alles auf mich einwirken lassen und so langsam machte sich auch die Müdigkeit nach der langen Anreise bemerkbar. Also wieder in den Pariser Untergrund, per Metro zurück nach "Montparnasse". In einem der zahlreichen Straßencafes habe ich mich noch ein wenig gestärkt.
Die Wetterprognose für morgen sieht schon mal besser aus, anscheinend wird es trocken, wenn auch relativ kühl sein. Dann werde ich die Pariser Sehenswürdigkeiten mit dem Rad erkunden.

Für heute ist erst einmal Feierabend.


"Wer will noch mal auf den Turm?"






"Im Untergrund"
 


"Ich bin nicht der einzige Radler hier"
 

Sonntag, 13. Mai 2012

So. 13.05.2012 - EuroVelo 6 - Vor dem Start


"Testaufbau im heimischen Garten"


Vom Atlantik bis zum Bodensee - Mai/Juni 2012


Montag, 14. Mai 2012 ist es wieder so weit.

Zunächst werde ich mit dem "CityNightLine" nach Paris reisen.
Nach ein paar hoffentlich aufregenden Tagen in der französichen Hauptstadt fahre ich am Freitag, 18.05.2012 mit dem Zug über "Orleans" nach "Saint Nazaire" an die Atlantikküste.

Ab dort werde ich einen Teil der "EuroVelo6"  unter die Räder nehmen.
Die "EuroVelo6" ist ein europäischer Fernradweg und verbindet den Atlantik mit dem schwarzen Meer. Einen Teil dieser Route bin ich bereits auf früheren Radreisen gefahren, den deutschen Donauradweg (von der Quelle in Donaueschingen bis Passau), den östereichischen Teil bis Wien und den slowakischen und ungarischen bis Budapest.

Jetzt erwarten mich die "Loire", das "Loiretal" - auch Tal der Schlösser genannt, das "Doubstal" und das "Oberelsass". Ein Stück dem Rhein folgend werde ich hoffentlich unbeschadet den Bodensee erreichen. Diesen möchte ich als Abschluß meiner Reise noch umrunden, um dann mit dem Zug von Konstanz heim zu fahren. Die Gesamtkilometer auf dem Rad werden sich auf ca. 1800 belaufen. Aber diesmal habe ich ja sehr viel Zeit für meine Reise zumal ich mir auch unterwegs einiges ansehen möchte.

Bis auf das Hotel für die Übernachtungen in Paris habe ich keine Unterkünfte vorgebucht. Das erlaubt mir eine flexible Reiseplanung. Eine grobe Tagesetappenplanung habe ich natürlich und übernachten werde ich in Pensionen, Hotels oder bei privaten Zimmervermietern. Mal sehen was sich so ergibt.
Für den Notfall (und mal schauen, vielleicht sind die französischen Campings ja ansprechend) habe ich auch meine Zeltausrüstung dabei.

Soweit möglich und ein Internetanschluss verfügbar ist werde ich hier über meine Reiseerlebnisse berichten. Darum freue ich mich über jeden Besucher dieses Blogs und liebe Kommentare :)

Fortsetzung folgt .............