Montag, 22. September 2014

Montag, 22. September 2014 - Zum heiligen Franz nach Assisi

Heute wartete ein weiteres Highlight 

meiner Tour auf mich, die weltberühmte Stadt "Assisi" hatte ich mir als Tagesziel vorgenommen.

Meine Route führte mich zunächst wieder in die Berge, der Anstieg in das ca. 10 km entfernte "Magione" welches in 330 Metern Höhe auf einem Hügel liegt. So richtig flach ist hier eigentlich nichts immer wieder geht es bergauf - bergab. Als Unterstützung bei meiner Tour benutze ich u.a. das Radreise Buch "München - Rom" welches die Strecke recht detailliert beschreibt und mit interessanten Tipps aufwartet. So ist hier auch zu lesen, dass die unübersichtliche Verkehrsführung im riesigen Ballungsgebiet zum Alptraum werden kann. OK, da bin ich schon ganz andere Strecken geradelt ( z.B. in Los Angeles ). Ich bin dennoch dem Rat des Autors gefolgt, ab "Magione" die Strecke bis "Asssisi" mit dem Zug zurückzulegen.

Das kam mir auch darum sehr gelegen, da ich am frühen Nachmittag in der Stadt eintreffen würde und Zeit für Besichtigungen hätte. Gesagt getan, ich bin bis zur Stazione geradelt, habe mir ein Ticket am Automaten besorgt und gegen 13:00 Uhr in "Assisi" aus dem Zug geklettert.
" Aufstieg nach Assisi "

" Partnerstadt u.a. von San Francisco "
" Signora regelt den Verkehr beim Touristenansturm "
Nun soll der geneigte Leser jedoch nicht denken, ich hätte nichts geleistet, nix da. Der Bahnhof von "Assisi" liegt weit unten im Tal. Bis in die alte, antike Stadt innerhalb der Wehrmauern galt es einen sehr beschwerlichen Anstieg zu bewältigen. Dazu kam, dass es auch heute wieder schwül und heiß war. Man war ich froh als ich durch das Stadttor Richtung " Basilica di San Francesco " geradelt bin. Ganz in der Nähe hatte ich wieder einmal (booking.com macht es möglich) ein Zimmer in einem sehr schönen Hotel in einem der antiken Gebäude reserviert.
" Ein fantastischer Ausblick von hier oben "

Nachdem ich eingecheckt und mich stadtfein gemacht hatte, stand meinen Exkursionen durch die faszinierende Hügelstadt nichts mehr im Wege. Mittlerweile bin ich ja von der "Toskana" nach "Umbrien" gereist und "Assisi" ist definitiv das Haupttouristenziel  in ganz "Umbrien". Heute an einem Wochentag in der Nebensaison hielt sich alles noch in Grenzen, dennoch wieder das gewohnte Bild zahlreicher geführter Gruppen. "Assisi" ist natürlich auch ein begehrtes Ziel für Pilgerer aus der ganzen Welt.

"Assisi ist eine Stadt mit 28.132 Einwohnern im mittelitalienischen Umbrien in der Nähe der Regionalhauptstadt Perugia. Sie ist Geburtsort des Hl. Franz von Assisi (auch Hl. Franziskus), des Gründers der Minderen Brüder (heute: Franziskaner oder Minoriten) und der Hl. Klara, der Gründerin des Klarissenordens.Das mittelalterliche Stadtbild mit Stadtmauer und Festungsruine Rocca Maggiore ist noch gut erhalten und wurde im Jahr 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt."
Und jetzt noch ein paar Impressionen meiner Runde durch die Stadt :-)


f
" Stadttor Porta S. Francesco "


" Basilica di San Francesco "


" ... in den Gassen von Assisi "






Den Abend habe ich wieder in einem netten Restaurant ausklingen lassen, es war ein wunderschöner Tag.

Sonntag, 21. September 2014

Sonntag, 21. September 2014 - Der Weg zum See - "Lago Trasimero"

Eine ruhige Tour

durch das "Valdichiana". Einst ein versumpftes Gebiet, begann mit dem Bau des Kanals "Canale Maestro della Chiana" Mitte des 18. Jh. die landwirtschaftliche Nutzung dieser Region.

Zunächst führte mich meine Route bin in das 40 km entfernte "Cortona". Die Tour führt durch flaches Agrar- und Weideland, auf ruhigen Nebenstraßen oft ohne Verkehr.
Gegen Mittag habe ich "Cortona" erreicht. "Cortona" liegt hoch über dem "Chiana Tal" auf einem 500 Meter hohen Hügel. Da mir 40 km noch zuwenig waren, habe ich "Cortona" unterhalb passiert und mich nach einer leckeren Stärkung aufgemacht zum "Lago Trasimero".



" ... in Arezzo "

" Hasenjagd am Sonntag ... "

" ... oder auch Feldarbeit - Tomatenernte "


" Cortona aus der Ferne "
Weiter führte mich meine Route zum "Lago Trasimeno". Von unterwegs hatte ich eine günstige Unterkunft in einem schönen Hotel in dem beliebten Ferienort "Passignano sul Trasimeno" gebucht. Die ca. 25 km bis zum Ziel waren kurzweilig allerdings galt es zum Schluss noch ein paar Hügel zu bewältigen.


" Zwei Freunde auf Tour "
Unterwegs habe ich bereits die zwei Radler, Micha und Karl getroffen, die wie ich auf dem Weg nach Rom sind. Wir haben uns ein wenig ausgetauscht und die beiden sind im selben Hotel abgestiegen. Abends haben wir uns dann verabredet und gemeinsam im hoteleigenen Restaurant sehr lecker gegessen. Es war ein sehr schöner Abend und nach einem Gläschen italienischen Rotwein hatte ich auch die richtige Bettschwere.

" Passignano ist für die Touristen gewappnet "





" am Lago Trasimeno "

Samstag, 20. September 2014

Sonnabend, 20. September 2014 - Der Weg nach Arezzo - Pratomagno Gebirge

Der erste Tag auf Tour

und dann gleich eine Etappe die es in sich hat. Für meine erste Etappe hatte ich mir als Ziel die sehenswerte mittelalterliche Stadt "Arezzo" gesteckt.

Eine gemischte, eher zweigeteilte Tour. Anfangs verläuft die Route auf der verkehrsreichen SS67 Schnellstraße durch das Arno-Tal. Somit habe ich die Ausfahrt aus Florenz mit dem Zug bewältigt. In dem kleinen Dorf "Rignano Sull`Arno" bin ich bereits nach 20 Minuten aus dem Zug geklettert. Von da an galt es gleich etliche Höhenmeter zu bewältigen. Der fast 15 km lange Anstieg bis "Regello", dem höchsten Punkt des Tages hatte es in sich.




In "Regello" habe ich mich auf dem Markt mit frischen Früchten und leckeren Spezialitäten eingedeckt und in einem kleinen Park mein Picknick genossen.

Nun befand ich mich im "Pratomagno Gebirge", die nächsten 40 km verliefen auf einer traumhaften, ruhigen Panoramastraße an den Hängen des Gebirges entlang, durch eine faszinierende, fruchtbare Kulturlandschaft. Immer wieder Oliven- und Weinplantagen, Zitronenbäume - die Toskana wie man sie sich vorstellt. Die ganze Tour verlief jedoch immer wieder stetig auf und ab und auch das Wetter meinte es gut mit mir, annähernd schwüle 28 Grad. Von den zahlreichen kleinen Orten ist mir nur noch "Loro Ciuffenna" in Erinnerung geblieben, dort habe ich in einer kleinen Taverne eine Kaffeepause eingelegt.



" Der leckere reife Wein "

" ... und immer wieder Olivenplantagen "

" ... kleine reizvolle Dörfer "
Trotz der Strapazen war es eine sehr schöne Etappe und nach ca. 70 km hatte ich mein Tagesziel "Arezzo" erreicht. Nach ein paar Streifzügen durch die schöne Stadt bin ich in einem kleinen Hotel abgestiegen.  Der Empfang war äußerst zuvorkommend und auch die Unterbringung meine Velos war kein Problem, das wurde in den 1. Stock auf die Terrasse gewuchtet. Ich habe es mir dann recht schnell in meinem Zimmer gemütlich gemacht, für weitere Stadtbesichtigungen fehlte dann doch nach dem anstrengenden Tag die Power.

Freitag, 19. September 2014

Freitag, 19. September 2014 - Palazzo Pitti - Die Gärten und das Unwetter

Zunächst 

sah es morgens nicht nach dem angekündigten schlechten Wetter aus. Zu diesem Zeitpunkt ahnte ich noch nicht, dass das die Ruhe vor dem Sturm war, im wahrsten Sinne des Wortes .... aber immer der Reihe nach.

Mein letzter Tag in der Hauptstadt der Toskana. Ich hatte mich entschlossen einen kleinen Fußmarsch zum "Palazzo Pitti" zu machen. Allein diese Sehenswürdigkeit umfasst etliche Museen, Gallerien und Gärten. Und speziell diese riesigen Garten - Parkanlagen wollte ich mir anschauen.
Direkt im "Palazzo Pitti" befindet  sich der "Giardino di Boboli", ganz in der Nähe der "Giardino Bardini".

Der "Boboli Garten" ist eine grüne Oase, diese herrliche Gartenanlage mit ihren Laubengängen, Zypressenalleen, Wasserspielen und Teichen, Treppen und künstlichen Grotten, einem Amphitheater und Hunderten von Mamorstatuen besitzt eine Größe von 45000 Quadratmetern.








" .... und wieder der grandiose Ausblick über die Stadt "
Gegen Mittag habe ich es mir in den Gassen der Stadt in einem netten Restaurant, zunächst draußen gemütlich gemacht. Was dann folgte war unbeschreiblich, binnen Minuten wurde der Himmel pechschwarz. Das Servicepersonal wurde unruhig und brachte hektisch alles in Sicherheit. Die Gäste wurden nach innen gebeten. Es folgte ein heftiger orkanartiger Sturm mit Unmengen von Regen, Hagel und Eis. Der Regen war so heftig, dass er bereits in das Lokal eindrang. Die benachbarten Marktbetreiber, wie alle von dem urplötzlichen Unwetter überrascht hatten keine Zeit ihre Waren und Stände in Sicherheit zu bringen. Florenz im Ausnahmezustand !!! Einheimische haben mir später erzählt, dass sie derartiges hier noch nie erlebt haben.





" Winter in Florenz "
So schnell wie das Unwetter gekommen, war es dann auch wieder vorbei. In der ganzen Stadt hat es allerdings seine Spuren und Schäden hinterlassen.

Nachmittags habe ich dann wieder bei allerbesten Wetter ein paar Streifzüge durch die Stadt unternommen.

" Piazza della Signoria "

" Der Arno mit der berühmten Ponte Vecchio "

Morgen heißt es " Ciao Firenze ", ich habe die Tage in dieser absolut sehenswerten Stadt und meiner bezaubernden Unterkunft sehr genossen.

Selbst in mehreren Tagen kann man nur auszugsweise die unendlich vielen Sehenswürdigkeiten anschauen.

Morgen früh beginnt nun endlich meine eigentliche Radreise Richtung Rom ..... Toskana ich komme. Viele sehenswerte und berühmte Städte liegen auf meiner Route und ich bin schon sehr gespannt.

Die erste Etappe geht Richtung  der mittelalterlichen Stadt "Arezzo", von hier immerhin fast 90 km. Und auch Höhenmeter sind angesagt, es geht in die Berge.

Jetzt wird es sich zeigen ob ich fit genug bin.


Fortsetzung folgt ............. !