Dienstag, 4. Juni 2013

Mo. 03. Juni und Di. 04. Juni 2013 - An Vänern - und Vätternsee

Mo. 03. Juni - Etapppe Lidköping - Mariestad - 65 km - 454 hm - Wetter 21 Grad, leicht bewölkt


Meine heutige Etappe führte mich entlang des Vänernsee Richtung "Mariestad".

Im Gegensatz zu gestern führte die Route teilweise recht nah entlang des Ufers und so konnte ich die schöne Landschaft um so mehr genießen.

Teilweise nutzte ich die Strecke des "Västgötaleden", einem ausgewiesenen nahezu autofreiem Radweg.

Nach dem kurzen aber heftigen Wolkenbruch gestern hatte ich wieder bestes Radlerwetter.


" ... entlang des Vänernsee "

" ... und immer wieder durch große Waldgebiete "




Einmal lockte ein Hinweisschild an der Straße mit einer Möglichkeit einen Kaffee zu ergattern. Die Gelegenheit nahm ich wahr, zumal man hier auf dem Plateau hoch über dem Vänernsee eine wundervolle Aussicht hatte. Der nette schwedische Besitzer freute sich über seinen einzigen Gast und wir unterhielten uns einige Zeit.

Am Nachmittag habe ich mein Tagesziel, das beschauliche direkt am Vänernsee gelegene "Mariestad" erreicht.

Zunächst habe ich das "Touristbyro" aufgesucht. Ich hatte die Möglichkeit zu zelten aber warum nicht heute einmal in das örtliche "Vandrahem"? Durch telefonische Vermittlung der freundlichen Dame erhielt ich ein Familienzimmer für mich allein, zu einem akzeptablen Preis. Da die Rezeption in den Hostels meistens nur kurz am Vor - und späten Nachmittag besetzt ist, erhielt ich einen Pincode und konnte mir in der Herberge den Schlüssel aus dem Briefkasten nehmen. Das Vandrahem in Mariestad ist ein sehr altes ehemaliges Gerbereigebäude und die älteste und beliebteste Jugendherberge Schwedens.

" Vandrahem / Hostel in Mariestad "


Ich hatte das letzte Zimmer ergattert und auch hier hat es mir an nichts gefehlt. Selbst die Hausschuhe die hier Pflicht waren und zur Verfügung standen, passten ;-)
Das Hostel liegt sehr zentral in dem kleinen Ort und genau gegenüber befand ich mich am Hafen. Gegen Abend habe ich den und die nähere Umgebung noch ein wenig erkundigt, eine Kleinigkeit gegessen und recht  früh schlafen gegangen.

" .... netter kleiner Hafen in Mariestad "



Di. 04. Juni - Etapppe  Mariestad - Hjo - 68 km - 432 hm - Wetter 20 Grad, sonnig


Leider gab es in dem Hostel kein Frühstück. Nachdem ich gepackt hatte und wieder auf dem Rad saß sah ich ein Schild vor einem der besseren Hotels im Ort, Frühstücksbuffet - 65 Kronen. Das ließ ich mir nicht zweimal sagen und so kam ich zu einem sehr günstigen Preis in den Genuss eines reichhaltigen Frühstücksbuffet. 

Jetzt war ich gewappnet und konnte meine heutige Etappe Richtung "Hjo" am Vätternsee angehen.

Es war ein schöner Radlertag und diesmal hatte ich Rückenwind, was will man mehr. In einem der kleinen Orte befand sich an der Tankstelle ein kleines Café, von außen unscheinbar aber von innen ein wahres Highlight. Ich fühlte mich in die kalifornischen 60er Jahre versetzt, Elvis - Tthe King lässt grüßen. Fantastisch außer, dass man so etwas hier nicht so erwartet.



Am frühen Nachmittag erreichte ich  "Hjo" am Vatternsee. Eine bezaubernde kleine Stadt mit Jachthafen. Die nette Dame in der Touristinformation hat mir hier eine sehr nette Unterkunft vermittelt. Bei einem sehr gastfreundlichem schwedischem Ehepaar habe ich ein kleines Gästehäuschen bekommen. Hier lässt es sich aushalten.


Später habe ich dann noch die obligatorische Erkundungstour durch die kleine Stadt unternommen.




" ... er hat auf Krümel von meinem Hamburger gewartet "



Sonntag, 2. Juni 2013

Sa. 01. Juni und So. 02. Juni 2013 - Der Weg zum Vänernsee

Sa. 01. Juni - Etappe Göteborg - Trollhättan - 82 km - 621 hm - Wetter 24 Grad, sonnig


" Abschied von Göteborg "
Es gab noch einmal ein anständiges Frühstück und dann hielt mich nichts mehr. Das Rad bepackt, ein letzter Blick auf Göteborg und ich war wieder einmal auf Tour. Als heutiges Ziel hatte ich die Stadt "Trollhättan" angepeilt. Die Orientierung aus der Stadt fiel dank GPS nicht schwer.

Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, es war sommerlich warm und sonnig.
20 km hinter Göteborg begegnete mir ein Fernradler. Er verließ gerade das "Vandrahem", die schwedische Jugendherberge. Ein kurzer Austausch musste sein, er berichtete von seiner Reise und dass er von Norwegen käme. Er wollte jetzt noch nach Göteborg und dann wie ich tags zuvor die Fähre nach Kiel nehmen. Für mich wurde es ein knackiger Tag auf Schwedens Landstraßen. Zunächst zeigte sich die Landschaft wellig, später war es dann ein ständiges auf- und ab. So kamen am ersten Reisetag etliche Höhenmeter zusammen. Einmal habe ich eine kleine Pause gemacht. An der Landstraße gab es einen kleinen Kaufmannsladen wie bei uns in den 60er und 70er Jahren. Die älteren Herrschaften haben mir Kaffee und Sandwich zubereitet, welches ich in ihrem Garten verzehren durfte. Das nenne ich Gastfreundschaft.

" Vandrahem - schwedische Jugendherberge "

" ... ein lauschiges Pausenplätzchen "
Nach knapp 83 Kilometern habe ich  am Nachmittag ziemlich geschafft das Städtchen "Trollhättan", dessen Hauptsehenswürdigkeit seine berühmten Wasserfälle sind, erreicht und auf dem örtlichen Campingplatz eingecheckt. Es war ein schöner aber auch anstrengender erster Reisetag und nach einem kleinen mexikanischen Abendessen habe ich es mir recht früh in meinem Zelt gemütlich gemacht.

" ... unterwegs "

" ... bei den Wasserfällen Trollhättan "

" Ausflugsdampfer Juno in Trollhättan "

" Camping in der Natur "

So. 02. Juni - Etappe Trollhättan - Lidköping - 82 km - 418 hm - Wetter 21 Grad, leicht bewölkt

Hier in Schweden wird es bereits gegen 04:00 Uhr hell. So war ich bereits um 06:00 Uhr putzmunter. Nachdem ich mir einen Kaffee gekocht hatte wurde gepackt und bereits um halb acht saß ich wieder auf dem Rad. Es war nicht mehr so heiß wie gestern und meine Route führte mich zunächst nordwärts nach "Vänersborg", einem kleinen Städtchen am "Vänernsee". Am Sonntag Morgen machte die Stadt noch einen verwaisten Eindruck. Zunächst holte ich hier erst einmal mein Frühstück nach um dann den Weg nordöstlich entlang des "Vänernsee" Richtung "Lidköping" einzuschlagen. 

Heute war die Strecke flacher als gestern und dank des Rückenwindes kam ich gut vorwärts. Leider der See nicht in Ufernähe zu befahren, außer aus der Ferne habe ich nicht viel von ihm gesehen. Dennoch hat die Fahrt auf ruhigen Landstraßen Spaß gemacht. Die Gegend ist sehr ländlich und einsam, vereinzelte Häuser und Gehöfte aber keine größeren Ortschaften mit der Gelegenheit zum Einkehren. 5 km vor "Lidköping" wurde der Himmel schwarz und es gab einige heftige Regenschauer, das Wetter hatte sich schlagartig geändert. 

Am Ziel angekommen habe ich zunächst das "Vandrahem" (die Jugendherberge) aufgesucht. Leider ist dort Sonntag nachmittag nichts mehr besetzt. Wieder gab es heftige Regenschauer und ich gab mein nächstes Vorhaben, zu zelten auf. So bin ich dann doch noch in den Genuss eines Hotelzimmers gekommen, noch ist die Reisekasse ja gefüllt :-)

" Stadtkanal in Lidköping "
Und siehe da, abends strahlte wieder die Sonne als wäre nichts gewesen. Wer hätte das gedacht?

... Fortsetzung folgt !


Freitag, 31. Mai 2013

Fr. 31.05.2013 - Ein Tag in Göteborg

Geschlafen wie ein Murmeltier

" ... ein Blick am frühen Morgen aus der Kabine "

habe ich an Bord der Stenaline Fähre. Die See war so ruhig, dass man gar nicht das Gefühl hatte auf einem Schiff zu sein. Früh um 07:00 Uhr gab es dann ein reichhaltiges Frühstücksbuffet.

Gegen 09:00 Uhr sollte das Schiff in Göteborg einlaufen. Ich bin dann nochmals an Deck um die Fahrt durch die Schären vor Göteborg zu bestaunen.  Das Wetter zeigte sich schon gut gelaunt.



" Deck Panorama "

" ... die Schären vor Göteborg "



Besonders imposant ist der Moment, wenn das Schiff unter der Älvsborgsbron, einer Hängebrücke, die in der Hafeneinfahrt von Göteborg den Göteborg älv überquert, durchfährt. Die Brücke ist 933 m lang und hat eine Spannweite von 418 m und eine Durchfahrtshöhe von 45 m. Das Schiff passt so gerade darunter her.

Die Fähre hat rechtzeitig angelegt und die Autofahrer wurden aufgerufen sich zu ihren Fahrzeugen zu begeben.
Ich musste wieder nicht warten und konnte als einer der ersten von Bord radeln.

Die Orientierung fiel nicht schwer, entlang des Wassers ging es in das nah gelegene Stadtzentrum. Dort habe ich zunächst in meiner Unterkunft eingecheckt.Für meinen Start in Göteborg hatte ich mir ein Hotel reserviert. Mein Fahrrad kam in der hoteleigenen Tiefgarage unter. Dann hielt mich nichts mehr und ich habe ein wenig die schöne Stadt Göteborg erkundet.




Zunächst habe ich die Touristinformation aufgesucht, mir einen Stadtplan besorgt, mich am Geldautomaten mit schwedischen Kronen eingedeckt und dann eine Bootsfahrt mit den "Paddanbooten" durch die Kanäle der Stadt unternommen. Diese Bootsfahrt sollte man sich nicht entgehen lassen, zumal auch eine Hafenrundfahrt inbegriffen ist. Man bekommt vom Boot aus einen reichhaltigen Eindruck von der maritimen Stadt.


" Rundfahrt mit dem Paddanboot "
 



" ... im Göteborger Hafen "









 


Den Nachmittag habe ich dann noch mit Streifzügen durch die schöne Stadt Göteborg verbracht. Leider kann man sich in der kurzen Zeit nur einen kleinen Eindruck verschaffen, dennoch habe ich wieder vieles erlebt.
Morgen, Sonnabend starte ich dann mit meiner eigentlichen Radreise, zunächst entlang des Götakanals Richtung Trollhättan. 

Donnerstag, 30. Mai 2013

Do. 30.05.2013 - Die Anreise nach Göteborg

Planmäßig 

saß ich in der Bahn, die mich mit Umsteigen in Elze, Uelzen und Hamburg nach Kiel brachte. Da ich genug Zeit zum Umsteigen hatte, verlief dieses relativ stressfrei.
Um 15:30 Uhr erreichte ich die Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins, was soll ich sagen bei sonnigem Wetter. Da noch Zeit bis zum Einchecken auf der Fähre war bin ich noch ein wenig entlang der Kieler Förde geradelt und auch eine Kaffepause musste sein.
Dann hielt mich nichts mehr und gegen 17:00 Uhr bin ich dann auf die Verladerampe der Fähre geradelt.
Ein Vorteil des Radlers ist, dass ich mich nicht  in die  lange Schlange der Lkw und Pkw einreihen musste.
Ich bekam einen Platz für mein Rad zugewiesen und eine Karte für die gebuchte Kabine, die großzügig ausgestattet ist und zudem einen Meerblick vorweisen kann.
Pünktlich um 18:45 Uhr lief das Schiff aus, ein letzter Blick vom Sonnendeck auf die Stadt und nun bin ich auf See. Göteborg ich komme :-)
" Mein Schiff nach Göteborg "
" ... schon Stimmung an Bord "

Samstag, 25. Mai 2013

Südschweden "Zeit für das Beste" - Die Planung


Südschweden – Gotland – Åland – Finnland – Estland
per Rad … „ Zeit für das Beste “

" ... die geplante Reiseroute " (zum Vergrößern auf die Karte klicken)


Die Planung steht.

Ziel meiner nächsten Radreise ist das viertgrößte Land  Europas, Schweden.


Aber nicht nur das, ein Besuch der Insel Gotland, die Åland Inseln, Finnland und Estland stehen auf dem Programm.

Der Countdown läuft, Start ist Donnerstag 30. Mai 2013.

Die Anreise erfolgt wie so oft mit der Bahn nach Kiel. Dann heißt es an Bord zu gehen. Die Kabine an Bord der "Stenaline" von Kiel nach Göteborg ist gebucht.

"Göteborg", die maritime Metropole der Westküste und zweitgrößte Stadt Schwedens werde ich am nächsten Morgen erreichen.
Besonders gut lässt sich "Göteborg" mit den Sightseeingbooten „Paddan“ erkunden. Ich möchte mir mindestens einen Tag für die interessante Stadt nehmen und auf Erkundungstour gehen.

Dann geht es wieder auf Tour. Zunächst entlang des "Götakanals" mit Ziel der großen schwedischen Seen, "Vänern" und "Vätternsee". Der Götakanal zieht sich über rund 190 Kilometer von Göteborg bis nach Stockholm. Einem Teil dieses Kanals werde ich bis „Trollhättan“ und später bis zum "Vätternsee" folgen.

" Schweden, endlose Wälder, unterbrochen nur vom arktischen Blau der zahllosen kleinen Seen, Einsamkeit und Stille, ungezähmte Natur, magischer Schein der Mitternachtssonne."

Das nächste Ziel ist Småland. Småland ist durch die Kinderbücher Astrid Lindgrens bekannt. Viele Handlungen ließ sie dort spielen, wo sie selbst aufwuchs. Unter anderem liegt hier das Dorf Lönneberga, in dem Michel lebt. Ihrer Geburtsstadt "Vimmerby" widmete Astrid Lindgren einen Freizeit- und Themenpark, der auch Ausgangspunkt für eine Route entlang der Handlungs- und Drehorte ist.

Andere Highlights hier in Südschweden sind aber auch die historische Altstadt "Eksjö" mit ihren vielen Holzhäusern und dem Eksjö-Museum, die Stadt "Tranås" mit dem Holzschloss Gripenberg, "Gränna" mit seiner schönen Altstadt, Polarmuseum undFreilichtmuseum und nicht zu vergessen "Jönköpings" mit dem  Husqvarna-Fabrikmuseum, John-Bauer-Museum, Streichholzmuseum und seinem Stadtpark mit Freilichtmuseum.

Meine weitere Reise wird mich wieder zum Meer führen, genauer gesagt zur Ostsee. Wieder steht eine Schiffspassage an. Ziel ist die größte Insel Schwedens, "Gotland". Mythen ranken sich um die Insel, die der Sage nach verzaubert sein soll. Besonders freue ich mich auf die mittelalterliche Hansestadt „Visby“ (Weltkulturerbe) bevor ich eine Erkundung der Insel auf dem „Gotlandsleden“, einem Radweg rund um Gotland unternehme.

Das nächste große Ziel auf meiner Reise ist die schwedische Hauptstadt "Stockholm" für deren Erkundung ich mir auch Zeit nehmen möchte.

Von "Stockholm" aus wird mich die weitere Route über die „Aland Inseln“, eine aus über 6700 Inseln und Schären bestehende Inselgruppe zum finnischen Festland führen. Das nächste Highlight der Reise ist dann die finnische Hauptstadt „Helsinki“. Eine letzte Schiffspassage von „Helsinki“ zur estnischen Hauptstadt „Tallinn“ und ich bin am Ziel meiner Reise angekommen. Die mittelalterliche Stadt "Tallinn" ehemals "Reval" war bereits vor einigen Jahren Ziel einer meiner Radreisen durch das Baltikum.


Ich freue mich diese Stadt ein weiteres Mal zu besuchen und zu erkunden, bevor ich von hier hoffentlich planmäßig mit dem Flugzeug der  "AirBaltic"  die Heimreise antrete.

Aber zunächst steht mir eine abenteuerliche Reise bevor. Wie gewohnt möchte ich in diesem Blog von unterwegs berichten, soweit es die Möglichkeiten (WLan und Zeit) zulassen.

Ich freue mich über viele Besucher und nette Kommentare :-)


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Samstag, 11. Mai 2013

Frühlingsgefühle

Was für ein langer Winter

und schlechter Start in den Frühling, nass - kalt und nur trübe und dunkel. Ostern noch winterlich, da war mir wirklich nicht nach Radfahren obwohl es der Kondition gut getan hätte :-)
Statt dessen habe ich mich viel mit der Planung meiner nächsten "großen" Reise beschäftigt.

" ... besuche Rinteln, die schöne historische Stadt am Weserradweg "


Klick auf´s Bild           "Rapsblüte im Schaumburger Land "
" Kloster Möllenbeck bei Rinteln "
Mittlerweile ist aber auch hier im "Schaumburger Land" der Frühling eingekehrt und ich habe bereits einige Trainingskilometer absolviert.

Das ist auch dringend nötig, da ich in wenigen Tagen ab 30. Mai wieder auf Tour gehe.

Für einen Monat wird dann wieder mein Velo mein Transportmittel und mein Zelt mein Zuhause sein. Wohin es geht? Das wird hier in Kürze verraten.
Ich freue mich schon sehr :-)
" ... beim Kloster Möllenbeck "



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" Impressionen von meiner Heimatrunde "
" ... meine Trainingsrunde "
" Trainingsrunde 3D Modell "





" Naherholung am Stemmer See "

" Stemmer See mit Campingplatz - Varenholz "